Resilienz

Resilienz ist in aller Munde. Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Ausfall- und Angriffssicherheit der Landwirtschaft als zentralem Bestandteil der Ernährungswirtschaft im digitalen Zeitalter kritisch auseinander. Dabei geht es nicht um die Frage, ob Smart Farming in der landwirtschaftlichen Praxis sinnvoll ist, sondern ob deren Infrastruktur den Anforderungen einer ausfallsicheren (resilienten) Infrastruktur gerecht wird. Da die Ernährungswirtschaft ein Teil der kritischen Infrastruktur ist, ist deren Analyse in Hinsicht auf mögliche Angriffspotenziale und auf Ausfallsicherheit von gesellschaftlicher Relevanz. Wir schlagen Resilient Smart Farming (RSF) zur Nutzung digitaler Technologien in krisensicherer Infrastruktur vor.

Ein weiteres Problem stellt die Ausfallsicherheit der Vernetzung dar. Da der Service vieler Anbieter zumeist wie eine zentrale Drehscheibe funktioniert, über die alle Aktionen innerhalb des landwirtschaftlichen Betriebes koordiniert werden, muss bei deren Ausfall im schlimmsten Falle die gesamte Geschäftstätigkeit stillgelegt werden. Nutzen also ausreichend viele große Betriebe den gleichen Anbieter, so kann es im Extremfall zu Produktionsausfällen bzw. Versorgungsengpässen kommen. Auch absichtlich verursachte Ausfälle durch Cyberangriffe sind nicht auszuschließen (z .B. Denial-of-ServiceAngriffe). Eine mögliche Gegenmaßnahme wäre hier, um die Gefahren des Cloud Computing zu adressieren, zumindest ein teilweise eigenes dezentrales Netzwerk zu errichten (z. B. „Digitale HofBox“). Bei einem solchen „Offline-First“-System geht es darum, dass Programme grundsätzlich ohne Internetanbindung nutzbar sind.

Derzeit schaut unsere technische Architektur, die auf Open-Source Technologien beruht und ein resilientes Edge Computing ermöglicht wie folgt aus: